Von Heike Kraemer

Die Ausstellung Ai Weiwei – Evidence ist noch bis zum 7. Juli im Martin-Gropius-Bau in Berlin zu sehen.
Ai Weiweis Arbeiten in dieser Ausstellung können als ästhetische Objekte wahrgenommen werden. Eine Halle voller hölzerner runder Hocker, die eine zweite Bodenebene mit ganz eigenem Muster bilden, und unter der die Beine der Hocker ein dichtes Stangengewirr formen. Verbogene Betonarmierungen aus Marmor, einfache Plastikkleiderbügel nachgebaut aus Bergkristall, Handschellen aus Jade, eine dreidimensional kartographisch schematisierte Inselgruppe aus Marmor, Flusskrebse aus Porzellan. Allerdings sind die Werke im Westen kaum zu verstehen ohne die Erklärungen und das Hintergrundwissen, das auf Texttafeln gegeben wird. Die politische Interpretation wird in den Texten gleich mitgeliefert und kann überall nachgelesen werden.

Vasen aus der Han-Dynastie (202 v. Chr. – 220 n. Chr.) und Autolack, ® Ai Weiwei

Vasen aus der Han-Dynastie (202 v. Chr. – 220 n. Chr.) und Autolack, ® Ai Weiwei

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