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Tag Archives: Autorin: Caroline Roblitschka

Ausgewählte Taijiquan-Bewegungen, Folge 1: Danbian

Von Anja Sommerer und Caroline Roblitschka

Viele Bewegungen üben wir schon lange und immer wieder innerhalb der unterschiedlichen Formen und Stile. Betrachtet man die Bewegungen zur Abwechslung einmal einzeln mit etwas detaillierterem Wissen zu ihrem Namen, ihrem Ablauf und ihrer praktischen Anwendung, wird man bewusster trainieren. Und so wird man seinem Ziel ein Stückchen näher kommen, die Bewegungen innerlich gesammelt und äußerlich geschmeidig und ruhig, verwurzelt und doch im kontinuierlichen Fluss auszuüben. Hierzu möchte diese Auswahl Taiji-Trainierenden Hintergrundinformationen an die Hand geben und in jeder Folge eine Bewegung etwas genauer studieren.
„Der Meister führt dich zum Tor und lässt dich eintreten. (Das, was hinter dem Tor liegt, nämlich) die Vervollkommnung des eigenen Charakters (und die Perfektionierung der Kampfkunsttechnik) liegt an dir selbst.“ (shifu ling jin men, xiu xing zai ge ren 师傅领进门,修性在个人). Zu dieser Vervollkommnung gehört unter anderem mit Fleiß und Ausdauer zu üben, die Bereitschaft, „Bitternis zu essen“ (chi ku 吃苦) und uns auch unablässig weiterzubilden. Dies müssen wir also mitbringen, um uns im Training weiterzuentwickeln. Auf diese Weise werden wir irgendwann an den Punkt kommen, die Bewegungen intuitiv richtig zu machen, ohne uns daran zu erinnern, auf welchem Weg wir dorthin gekommen sind. „Wenn man den Fisch bekommen hat, vergisst man die Reuse“ (de yu wang quan 得鱼忘筌). Zur Kampfkunsttugend zhi 知 (Wissen) siehe auch Andrea Stocken: „Wissen und Erkenntnis im alten China“ in WenWu Ausgabe 1.2012.

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Zehn Verbote für den Kampfkünstler – Xi wu shi jin

Von Caroline Roblitschka

Baoquanli - Die respektvolle Begrüßung

Baoquanli – Die respektvolle Begrüßung

Die Niederschrift der „Zehn Verbote für den Kampfkünstler“ (Xi wu shi jin 习武十禁) wird dem Shaolin-Mönch Jue Yuan 觉远 zugeschrieben, der gegen Ende der Südlichen Song-Dynastie (1126–1279) gelebt haben soll. In den chinesischen Quellen heißt es, Jue Yuan habe sich damals einen Namen als großer Meister der chinesischen Kampfkünste gemacht und im Shaolin-Kloster die Mönche in der Kampfkunst unterrichtet. Seine Aufzeichnungen wurden zum ersten Mal im Jahr 1915 in dem Werk „Geheime Techniken der Shaolin Kampfkunst“ (Shaolinquan shu mijue 少林拳术秘诀) der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, dabei finden sich auch folgende Erläuterungen der „Zehn Verbote“.

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Martial Arts: China and the West

Von Caroline Roblitschka

„Martial Arts in a Cultural Perspective: China and the West – And how to enhance the Popularization of Wushu in the Western World“. With the following summarized results of the doctoral research of Caroline Roblitschka, we will just give some food for thought to discuss Wushu among Wushu practitioners all over the world.

Wushu_cultural_01

Subject of the research

First, to talk about Martial Arts and their diversity we have to try to expose the different developments of Chinese and Western martial arts from an anthropological point of view and from the perspective of a comparison between the Chinese and the Western cultures.

Second, we have to try to seize on important aspects that have to be considered to enhance the popularization of Chinese Wushu in the West. The discussion of this subject is mainly based on the result of an extensive survey among Westerners (mostly Europeans) – practitioners and non-practitioners of Wushu.

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The Grandmaster – Kraftvoll und bildgewaltig, subtil und rätselhaft zugleich

Von Caroline Roblitschka und Andrea Stocken

Grandmaster_Poster

Ein spektakulärer Kampf im Stil von „Einer gegen Alle“, ästhetisch und bildgewaltig choreographiert, und die Botschaft, dass es sich beim Kungfu nur um die Frage dreht, ob „waagrecht“ oder „senkrecht“ – wer zuletzt noch steht, hat gewonnen, egal welcher der Kampfkünste er sich dabei bedient.

Diese erste Szene von Wong Kar Wais neuestem Film The Grandmaster (一代宗师 Yī dài zōng shī) macht bereits klar, dass man hier keine tiefgründigen philosophischen Betrachtungen zu erwarten hat, und ebenso schließt der Film auch, ähnlich einem Werbespot, mit der Frage „Was ist dein Stil?“

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Olympia 2020: Wushu ist erstmal aus dem Rennen

Von Caroline Roblitschka

Am 29.05.2013 hat die IOC-Exekutive auf der Vollversammlung in St. Petersburg entschieden, dass Klettern, Rollschuhsport, Wakeboarden, Karate und auch Wushu vorerst nicht olympische Disziplinen werden.

Wushu Olympia

So stehen auf der 125. IOC-Vollversammlung am 8. September 2013 in Buenos Aires nur noch Ringen, Squash und Baseball/Softball zur Auswahl, wenn es darum geht, welche Sportart nun tatsächlich in das olympische Programm für die Spiele 2020 aufgenommen wird.

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Wushu auf der olympischen Shortlist

Von Caroline Roblitschka

Seit dem 12. Februar 2013 ist es offiziell: Ringen wird vom Internationalen Olympischen Komitee IOC aus dem Programm für die Sommerspiele 2020 genommen. Ein Schock für Ringer aus der ganzen Welt, doch für Wushu, die chinesischen Kampfkünste, ergibt sich so erstmals eine reelle Chance, ins Programm der Olympischen Disziplinen aufgenommen zu werden. Ende Mai darf sich Wushu zusammen mit sechs anderen Sportarten einer so genannten Shortlist dem IOC-Exekutiv-Komitee präsentieren. Die Entscheidung wird dann im September 2013 in Buenos Aires, Argentinien, gefällt.

Wushu olympisch

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