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Jahr des Hahns

Endlich sind sie da: Einblicke ins Hahnen-Jahr, über das Nutzen von Zeit und die Kultivierung der Tugenden »»

Das Drachenbootfest

Mit gewohntem Kenntnisreichtum beschreibt Uta Weigelt Hintergründe und Traditionen rund um das Drachenbootfest. »»

Acht Brokat-Übungen

Ein uraltes Übungssystem mit wohltuenden Wirkungen auf Körper und Geist »»

Duanwei - Prüfungssystem der chinesischen Kampfkünste

Alles Wissenswerte zum Duanwei System der chinesischen Kampfkünste »»

Anmerkungen zu Taiji Tuishou

Der Tuishou-Meister Huang Kanghui schreibt über wichtige Trainingsprinzipien des Taiji Tuishou. »»

Ai Weiwei in Berlin

Von Heike Kraemer

Die Ausstellung Ai Weiwei – Evidence ist noch bis zum 7. Juli im Martin-Gropius-Bau in Berlin zu sehen.
Ai Weiweis Arbeiten in dieser Ausstellung können als ästhetische Objekte wahrgenommen werden. Eine Halle voller hölzerner runder Hocker, die eine zweite Bodenebene mit ganz eigenem Muster bilden, und unter der die Beine der Hocker ein dichtes Stangengewirr formen. Verbogene Betonarmierungen aus Marmor, einfache Plastikkleiderbügel nachgebaut aus Bergkristall, Handschellen aus Jade, eine dreidimensional kartographisch schematisierte Inselgruppe aus Marmor, Flusskrebse aus Porzellan. Allerdings sind die Werke im Westen kaum zu verstehen ohne die Erklärungen und das Hintergrundwissen, das auf Texttafeln gegeben wird. Die politische Interpretation wird in den Texten gleich mitgeliefert und kann überall nachgelesen werden.

Vasen aus der Han-Dynastie (202 v. Chr. – 220 n. Chr.) und Autolack, ® Ai Weiwei

Vasen aus der Han-Dynastie (202 v. Chr. – 220 n. Chr.) und Autolack, ® Ai Weiwei

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Zehn Verbote für den Kampfkünstler – Xi wu shi jin

Von Caroline Roblitschka

Baoquanli - Die respektvolle Begrüßung

Baoquanli – Die respektvolle Begrüßung

Die Niederschrift der „Zehn Verbote für den Kampfkünstler“ (Xi wu shi jin 习武十禁) wird dem Shaolin-Mönch Jue Yuan 觉远 zugeschrieben, der gegen Ende der Südlichen Song-Dynastie (1126–1279) gelebt haben soll. In den chinesischen Quellen heißt es, Jue Yuan habe sich damals einen Namen als großer Meister der chinesischen Kampfkünste gemacht und im Shaolin-Kloster die Mönche in der Kampfkunst unterrichtet. Seine Aufzeichnungen wurden zum ersten Mal im Jahr 1915 in dem Werk „Geheime Techniken der Shaolin Kampfkunst“ (Shaolinquan shu mijue 少林拳术秘诀) der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, dabei finden sich auch folgende Erläuterungen der „Zehn Verbote“.

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Bookworm Literary Festival (BLF)

Von Yulia Pohlmann und Uta Weigelt

Vom 7. bis 21. März 2014 findet wieder das Bookworm Literatur-Festival in Peking und anderen chinesischen Städten statt.

Pohlmann_Bookworm Litery Festival (1)

Seit das Bookworm Literary Festival (Laoshuchong wenxuejie) 老书虫文学节, kurz BLF, vor acht Jahren zum ersten Mal in Peking stattfand, hat es sich von einer kleinen, nur Insidern bekannten Veranstaltung zu einem internationalen Ereignis gemausert. Von Anfang an war es Ziel der Organisatoren, nationale und internationale Schriftsteller, Intellektuelle und Künstler zu einem Gedankenaustausch zusammenzuführen und ihre Werke und Ideen dem Publikum vorzustellen. Viele befassen sich mit Themen rund um Chinas Geschichte, Kultur, Ökonomie und Ökologie. Heute ist das Bookworm Literaturfestival ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens Pekings, ja Chinas. In diesem Jahr wird es mit 120 Beteiligten aus 25 verschiedenen Ländern größer sein als je zuvor. Unter ihnen sind der preisgekrönte, amerikanische Romanschriftsteller David Vann, der pakistanisch-kanadische Schriftsteller, Übersetzer und Essayist Musharraf Ali Farooqi sowie die haitianisch-kanadische Autorin Dany Laferreire. Auch der bekannte chinesische Romanautor Yan Lianke gibt sich die Ehre; Mai Jia stellt sein Buch Decoded vor, das im März in englischer Übersetzung erscheinen wird. Der isländische Autor und Dichter Sjón, der schon mit Björk zusammen-gearbeitet hat, Schottlands offizielle Nationale Dichterin Liz Lochhead und Xi Chuan, einer von Chinas einflussreichsten Dichtern sind nur drei von den vielen internationalen Dichtern, die aus ihrem Werk lesen und mit den Besuchern diskutieren werden.

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Im Bereich Sachliteratur bespricht der Brite Jonathan Fenby zwei seiner Titel: Will China Dominate the 21st Century? und The Siege of Tsingtao. Der Amerikaner Adam Minter stellt sein hochgepriesenes Buch Junkyard Planet vor. Im Rahmen des Lesungen zum Internationalen Frauentag stellt Leta Hong Fincher ihren in Kürze erscheinenden Titel Leftover Women: The Resurgence of Gender Inequality in China vor.

Darüber hinaus diskutieren Journalisten, Wissenschaftler und Schriftsteller aus Indien, Russland und dem Westen in verschie-denen Panels zu Themen wie Nachhaltigkeit, Zivilgesellschaft, Urbanisierung und Kunst. Während des Festivals haben die Besucher auch die Möglichkeit in Schreibwerkstätten an Schreib- und Übersetzungskursen teilzunehmen. Natürlich dürfen auch die kleinen Bücherwürmer nicht zu kurz kommen. Kinderbuchautoren und Illustrationen stellen in speziellen Veranstaltungen für die kleinsten Leser ihre Bücher und Hauptakteure vor.

Veranstaltungsorte des Bookworm Literary Festival sind neben den drei Bookworm-Cafes in Peking, Chengdu und Suzhou Hochschulen, Schulen und Buchhandlungen in Peking, Chengdu, Suzhou, Chongqing, Tianjin, Shanghai, Ningbo und – in diesem Jahr zum ersten Mal – auch in Kunming. Das Organisationsteam, das neben einigen Festangestellten aus vielen frei-willigen Helfern bestehlt, hat sich zum Ziel gesetzt, das Bookworm Literary Festival in den nächsten Jahren noch weiter zu vergrößern. Inzwischen hat es international schon so viel Anerkennung gewonnen, dass es in die Gruppe der Word Alliance aufgenommen worden ist und damit zu den acht wichtigsten Literaturfesten der Welt zählt.

Für diejenigen, die nicht dabei sein können, empfehlen wir einen Besuch auf der Webseite http://bookwormfestival.com, um sich einen Überblick über das Festival zu verschaffen.

Reise in die Innere Mongolei

Von Anja Sommerer

Vor einigen Jahren nahmen wir am Ersten Internationalen Traditionellen Wushu-Festival 首届世界传统武术节 in Zhengzhou teil. Es war ein großartiges Ereignis und um uns Wushu trainierende Ausländer wurde viel Aufhebens gemacht. Schon bei unserer Ankunft in der Stadt wurden wir von Reportern begrüßt und Gerhard stellte sich unerschrocken für ein Interview zur Verfügung. Der Beitrag erschien samt Foto am nächsten Tag in der Zeitung, was Gerhard eine gewisse Bekanntheit verlieh und dazu führte, dass wir bei unseren Ausflügen durch die Stadt ständig angesprochen wurden. Eine ganz neue Erfahrung.

Zhengzhou-Jungs1 Kopie
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„Wenn sie wütend sind, kehren sie einander den Hintern zu und schlagen aus“

Anmerkungen zum Jahr des Pferdes

Von Irmgard Enzinger

Pferde-Karte 2014

Mit dem chinesischen Neujahrstag am 31. Januar 2014 beginnt nach dem traditionellen Mondkalender das Jahr jiǎ wǔ 甲午. Der Volksmund nennt es ein Jahr des Pferdes; das Pferd wird in diesem Jahr von der Wandlungsphase Holz regiert. Den vielen, in ihren Grundzügen oft ähnlichen Erwartungen und Befürchtungen, die von mehr oder weniger berufenen Horoskop-Spezialisten an dieses Jahr herangetragen werden, liegen bestimmte Zuschreibungen zu Grunde, welche der Himmelsstamm jiǎ und der Erdzweig  wǔ im alten chinesischen Weltverständnis erfahren haben. Diesen Zuschreibungen und der Frage nach den hier relevanten Wesenszügen des Pferdes widmet sich dieser Artikel. Mehr lesen »

Ein Rind? – Alltagschinesisch im Internet

Von Heike Kraemer

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Ein Rindvieh grinst uns auf der Webseite www.new-chinese.org an. Das Rind heißt niu , gesprochen wie das englische new. Aufgrund dieser praktischen Klanggleichheit kann Rind im heutigen Chinesisch eben auch „neu“ meinen.
Die Seite ist eine wahre Fundgrube, nicht nur für alle, die Chinesisch lernen, sondern auch für alle, die sich für das Alltagsleben in China interessieren.
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„Der mich erkennt“ – Freundschaft, Wertschätzung und Seelenverwandtschaft im alten China

Von Andrea Stocken

Freundschaft

Das Lob der Freundschaft lässt sich in den alten Überlieferungen Chinas weit zurückverfolgen. Was Dichter und Weise einst über sie zu sagen wussten, ist manchem Gebildeten heute noch bekannt und findet Widerhall in freundschaftlichen Erfahrungen und Hoffnungen.
So preisen schon die im 2. Jahrhundert zusammengestellten „Lehrgespräche des Konfuzius“ Lunyu 論語 nicht nur das Lernen, sondern auch die Freundschaft, wenn sie mit den berühmten Worten beginnen: „Ist es nicht erfreulich, zu lernen und das Gelernte immer wieder zu üben? Ist es nicht erfreulich, Freunde zu haben, die von weither zu Besuch kommen? Ist der denn kein Edler, der nicht verbittert ist, auch wenn niemand ihn kennt?“
Wenn jemand einen langen Weg auf sich nimmt, um den anderen zu sehen, spricht das für große Wertschätzung: Es muss etwas geben, das beide stark aneinander bindet. Der dritte Satz ist ein Hinweis darauf, dass Konfuzius hier eben nicht an ein nutzorientiertes Beziehungsgeflecht denkt. Dem Edlen genügt es, sich den moralischen Standards entsprechend zu verhalten, die er gerne gelernt hat. Er wird sich nicht verbiegen, bloß um in der Welt vorwärts zu kommen. Viel wertvoller sind Freunde – mögen sie auch wenig zahlreich sein –, die einen so sehr schätzen, dass sie auch von weither zu Besuch kommen.
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Mit Stil gegen den Smog – Atemmaskenmode in Peking

Text und Fotos von Yulia Pohlmann, Beijing

Klarer Himmel und Smog

In westlichen Medien kursieren dieser Tage Bilder und Berichte vom Smog in den im Nordosten gelegenen Großstädten Harbin und Shenyang. Die Heizperiode hat begonnen und mit ihr die Zeit des Nebels. Das Leben in den Städten scheint stillzustehen, Schulen und Kindergärten wurden geschlossen, Flüge gestrichen, Autobahnen gesperrt. Auch in Peking wird das öffentliche Leben in diesen Wochen immer wieder durch hohe Smog-Werte beeinträchtigt. Es gibt immer mehr Tage, an denen man in Peking vor lauter Smog nicht einmal das Nachbarhaus auf der anderen Strassenseite sehen kann.
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Wie, kein Reis? – Zur chinesischen Kultur der Sättigungsbeilage

Von Irmgard Enzinger

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Jeder, der einmal in China gereist ist, kann es bestätigen: Selbst grundlegendste Wahrheiten über China, die wir längst akzeptiert haben, stellen sich gerne vor Ort als doch nicht so ganz richtig heraus. So weiß jedes Kind, dass der Chinese jeden Tag und zu jedem Essen gerne Reis isst. Und natürlich bestellt man dann vor Ort – ist man des Chinesischen schon ausreichend mächtig – zu den vielversprechenden Gerichten, die man auf der Speisekarte halbwegs verstanden zu haben meint, ein Schälchen Reis. Und auch für jeden anderen Esser am Tisch – man isst hier ungern alleine – soll es ein Schälchen Reis geben. Tatsächlich kommt dann meist recht bald manche erwartete oder auch unerwartete duftende Köstlichkeit auf den Tisch – bis auf eben jenen Reis. Mehr lesen »

Chinesische Lampen?

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Im Garten eines Restaurants in München steht eine Bank mit dieser merkwürdig gestalteten Rückenlehne. Chinesisch anmutende Lampen hängen über zwei Welten, mit denen zwei bayerische (?) Löwen spielen.
Entdeckt von Heike Kraemer