Von Caroline Roblitschka

Am 29.05.2013 hat die IOC-Exekutive auf der Vollversammlung in St. Petersburg entschieden, dass Klettern, Rollschuhsport, Wakeboarden, Karate und auch Wushu vorerst nicht olympische Disziplinen werden.

Wushu Olympia

So stehen auf der 125. IOC-Vollversammlung am 8. September 2013 in Buenos Aires nur noch Ringen, Squash und Baseball/Softball zur Auswahl, wenn es darum geht, welche Sportart nun tatsächlich in das olympische Programm für die Spiele 2020 aufgenommen wird.

Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds, Thomas Bach, meinte hinsichtlich der Vorauswahl, dass es sich bei den drei Sportarten um eine gute Mischung aus Mannschaftssport, Spielsport und Kampfsport handeln würde. Dass Ringen nun doch wieder eine Chance erhielt, läge u.a. daran, dass „die Ringer“ Reformen des Regelwerks vorgenommen haben und in der Frage der Führung des Verbandes eine überzeugende Vorstellung lieferten. Aber auch die anderen Bewerber haben gute, interessante Angebote unterbreitet, die es weiterzuentwickeln gilt, so Thomas Bach.

Die Internationale Wushu Federation (IWUF) präsentierte sich in St. Petersburg mit einem hochkarätigen Team: Präsident Yu Zaiqing (China), Vize-Präsident Glen Keith (NZ), Vize-Präsident Anthony Goh (USA), der Vertreter der Kampfrichter Byron Jacobs (RSA), der Vertreter des technischen Komitees Luc Bendza (GAB) und als Vertreterin für die Athletinnen und Athleten die zweifache Wushu-Weltmeisterin Daria Tarasova (RUS). Die Präsentation begann mit einem fünfminütigen Video, gefolgt von einer kurzen Einführung in die Geschichte und Entwicklung des Wushu. Man war nicht nur bemüht zu erläutern, welche Bedeutung Wushu für Olympia haben könnte, sondern stellte auch das Wushu-Wettkampfsystem und die Bewertungsmethoden vor. Schließlich ließ man noch Athleten zu Wort kommen und aus ihrer Erfahrung berichten. Wenngleich die Präsentation bei der IOC-Exekutive gut ankam und als professionell und klar beschrieben wurden, so hat es dann doch noch nicht gereicht, um unter die letzten drei Bewerber zu kommen.

Die Internationale Wushu Federation (IWUF) äußerte sich dazu folgendermaßen: “Though, to our regret, the first Olympic bid failed, but the IWUF has gained invaluable experience for the future from this bidding process, and the sport of Wushu was more widely exposed to the world. The IWUF will keep working with passion and vigor for the further development and progress of our sport worldwide.”

Der Traum von den olympischen Spielen ist für Wushu noch nicht ausgeträumt!