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In China

Das Drachenbootfest – gestern und heute

Von Uta Weigelt

Nach dem chinesischen Mondkalender fällt das Drachenbootfest (duanwujie), in Singapur auch Doppel-Fünf-Fest (Chongwujie) genannt, auf den fünften Tag im fünften Monat. Nach dem westlichen Kalender wurde es in diesem Jahr am 30. Mai gefeiert. Anders als in der Volksrepublik China, wo das Drachenbootfest seit 2008 ein gesetzlicher Feiertag, ist es in Singapur jedoch ein normaler Arbeitstag.

Nichtsdestotrotz wird es auch hier traditionell mit Drachenbootrennen, einem ausgiebigen Hausputz, besonderer Kleidung und einer typischen Delikatesse begangen.

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Kungfu als Kraftquell in China

Von Christiane Schmalzl

Drachentanzgruppe an der Universität Qingdao mit Christiane Schmalzl (2. v. links)

Drachentanzgruppe an der Universität Qingdao mit Christiane Schmalzl (2. v. links)

Kungfu ist mein Kraftquell in China. Das ist ein gewichtiger Satz, aber so ist es tatsächlich seit nunmehr 15 Jahren. Zum einen ist die Stadt Qingdao schon so lange zu meiner neuen Heimat geworden, zum anderen habe ich es in dieser Zeit mit Geduld, Ausdauer und endlosem Training geschafft mein Qi 气 zum Leben zu erwecken, mit jedem Training aufs Neue: im wahrsten Sinne ein Quell unerschöpflicher Kraft.
Leider steht meine persönliche Erfahrung im Widerspruch zur Kungfu-Trainingssituation im chinesischen Alltag, die sich eher als Trauerspiel bezeichnen lässt. Nicht nur mein Shifu (师父, Meister) ist darüber sehr unglücklich, denn die Bedingungen sind erbärmlich, sobald es ein wenig mehr sein soll als das morgendliche und abendliche Taijicao 太极操, das Taiji-Üben in öffentlichen Parks. Einen sehr idyllischen und faszinierenden Eindruck vermittelnd,ist das in erster Linie ein Nachahmen kungfu-ähnlicher Bewegungsformen, eine tolle Beschäftigung für zumeist Rentner und ältere Menschen, die sich auf diese Weise Gesundheit und jungen Geist bewahren. Die ältere Generation im Westen könnte sich daran ein Beispiel nehmen.
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Hutong – von alten Gassen und neuen Bewohnern

Von Uta Weigelt

Als ich im Jahre 1988 zum ersten Mal durch Beijings Hutongs streifte, hatte ich schon nach wenigen hundert Metern vollends die Orientierung in dem Gewirr von engen Gassen verloren – nur dank meines kundigen Begleiters fand ich schließlich den Weg zu einem Arzt, der in einem kleinen Zimmer in einem typischen Beijinger Hofhaus (siheyuan 四合院) seine Praxis hatte.

Hutong-Siedlung in der Nähe des Glockenturms

Hutong-Siedlung in der Nähe des Glockenturms

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Bookworm Literary Festival (BLF)

Von Yulia Pohlmann und Uta Weigelt

Vom 7. bis 21. März 2014 findet wieder das Bookworm Literatur-Festival in Peking und anderen chinesischen Städten statt.

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Seit das Bookworm Literary Festival (Laoshuchong wenxuejie) 老书虫文学节, kurz BLF, vor acht Jahren zum ersten Mal in Peking stattfand, hat es sich von einer kleinen, nur Insidern bekannten Veranstaltung zu einem internationalen Ereignis gemausert. Von Anfang an war es Ziel der Organisatoren, nationale und internationale Schriftsteller, Intellektuelle und Künstler zu einem Gedankenaustausch zusammenzuführen und ihre Werke und Ideen dem Publikum vorzustellen. Viele befassen sich mit Themen rund um Chinas Geschichte, Kultur, Ökonomie und Ökologie. Heute ist das Bookworm Literaturfestival ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens Pekings, ja Chinas. In diesem Jahr wird es mit 120 Beteiligten aus 25 verschiedenen Ländern größer sein als je zuvor. Unter ihnen sind der preisgekrönte, amerikanische Romanschriftsteller David Vann, der pakistanisch-kanadische Schriftsteller, Übersetzer und Essayist Musharraf Ali Farooqi sowie die haitianisch-kanadische Autorin Dany Laferreire. Auch der bekannte chinesische Romanautor Yan Lianke gibt sich die Ehre; Mai Jia stellt sein Buch Decoded vor, das im März in englischer Übersetzung erscheinen wird. Der isländische Autor und Dichter Sjón, der schon mit Björk zusammen-gearbeitet hat, Schottlands offizielle Nationale Dichterin Liz Lochhead und Xi Chuan, einer von Chinas einflussreichsten Dichtern sind nur drei von den vielen internationalen Dichtern, die aus ihrem Werk lesen und mit den Besuchern diskutieren werden.

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Im Bereich Sachliteratur bespricht der Brite Jonathan Fenby zwei seiner Titel: Will China Dominate the 21st Century? und The Siege of Tsingtao. Der Amerikaner Adam Minter stellt sein hochgepriesenes Buch Junkyard Planet vor. Im Rahmen des Lesungen zum Internationalen Frauentag stellt Leta Hong Fincher ihren in Kürze erscheinenden Titel Leftover Women: The Resurgence of Gender Inequality in China vor.

Darüber hinaus diskutieren Journalisten, Wissenschaftler und Schriftsteller aus Indien, Russland und dem Westen in verschie-denen Panels zu Themen wie Nachhaltigkeit, Zivilgesellschaft, Urbanisierung und Kunst. Während des Festivals haben die Besucher auch die Möglichkeit in Schreibwerkstätten an Schreib- und Übersetzungskursen teilzunehmen. Natürlich dürfen auch die kleinen Bücherwürmer nicht zu kurz kommen. Kinderbuchautoren und Illustrationen stellen in speziellen Veranstaltungen für die kleinsten Leser ihre Bücher und Hauptakteure vor.

Veranstaltungsorte des Bookworm Literary Festival sind neben den drei Bookworm-Cafes in Peking, Chengdu und Suzhou Hochschulen, Schulen und Buchhandlungen in Peking, Chengdu, Suzhou, Chongqing, Tianjin, Shanghai, Ningbo und – in diesem Jahr zum ersten Mal – auch in Kunming. Das Organisationsteam, das neben einigen Festangestellten aus vielen frei-willigen Helfern bestehlt, hat sich zum Ziel gesetzt, das Bookworm Literary Festival in den nächsten Jahren noch weiter zu vergrößern. Inzwischen hat es international schon so viel Anerkennung gewonnen, dass es in die Gruppe der Word Alliance aufgenommen worden ist und damit zu den acht wichtigsten Literaturfesten der Welt zählt.

Für diejenigen, die nicht dabei sein können, empfehlen wir einen Besuch auf der Webseite http://bookwormfestival.com, um sich einen Überblick über das Festival zu verschaffen.

Reise in die Innere Mongolei

Von Anja Sommerer

Vor einigen Jahren nahmen wir am Ersten Internationalen Traditionellen Wushu-Festival 首届世界传统武术节 in Zhengzhou teil. Es war ein großartiges Ereignis und um uns Wushu trainierende Ausländer wurde viel Aufhebens gemacht. Schon bei unserer Ankunft in der Stadt wurden wir von Reportern begrüßt und Gerhard stellte sich unerschrocken für ein Interview zur Verfügung. Der Beitrag erschien samt Foto am nächsten Tag in der Zeitung, was Gerhard eine gewisse Bekanntheit verlieh und dazu führte, dass wir bei unseren Ausflügen durch die Stadt ständig angesprochen wurden. Eine ganz neue Erfahrung.

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Mit Stil gegen den Smog – Atemmaskenmode in Peking

Text und Fotos von Yulia Pohlmann, Beijing

Klarer Himmel und Smog

In westlichen Medien kursieren dieser Tage Bilder und Berichte vom Smog in den im Nordosten gelegenen Großstädten Harbin und Shenyang. Die Heizperiode hat begonnen und mit ihr die Zeit des Nebels. Das Leben in den Städten scheint stillzustehen, Schulen und Kindergärten wurden geschlossen, Flüge gestrichen, Autobahnen gesperrt. Auch in Peking wird das öffentliche Leben in diesen Wochen immer wieder durch hohe Smog-Werte beeinträchtigt. Es gibt immer mehr Tage, an denen man in Peking vor lauter Smog nicht einmal das Nachbarhaus auf der anderen Strassenseite sehen kann.
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Wie, kein Reis? – Zur chinesischen Kultur der Sättigungsbeilage

Von Irmgard Enzinger

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Jeder, der einmal in China gereist ist, kann es bestätigen: Selbst grundlegendste Wahrheiten über China, die wir längst akzeptiert haben, stellen sich gerne vor Ort als doch nicht so ganz richtig heraus. So weiß jedes Kind, dass der Chinese jeden Tag und zu jedem Essen gerne Reis isst. Und natürlich bestellt man dann vor Ort – ist man des Chinesischen schon ausreichend mächtig – zu den vielversprechenden Gerichten, die man auf der Speisekarte halbwegs verstanden zu haben meint, ein Schälchen Reis. Und auch für jeden anderen Esser am Tisch – man isst hier ungern alleine – soll es ein Schälchen Reis geben. Tatsächlich kommt dann meist recht bald manche erwartete oder auch unerwartete duftende Köstlichkeit auf den Tisch – bis auf eben jenen Reis. Mehr lesen »

Das Bild zum Nationalfeiertag

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Entdeckt von Uta Weigelt

Das chinesische Mondfest

Von Uta Weigelt

www.nipic.com

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Der Mond nimmt in der chinesischen Kultur eine so herausragende Rolle ein, dass ihm sogar ein Fest gewidmet ist, das Mittherbstfest, auch Mondfest genannt.

Da der Mond an diesem Tag besonders groß und hell erscheint, feiern die Chinesen das Mittherbstfest (Zhongqiujie 中秋节) traditionell am 15. Tag des achten Monats nach dem chinesischem Mondkalender. Nach dem gregorianischen Kalender fällt es in diesem Jahr auf den 19. September.

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Drei Frauen auf einem Foto

Von Heike Kraemer

Der Sammler Lu Jun hat Fotografien aus verschiedenen Zeiten zusammengetragen, auf denen jeweils drei Frauen gemeinsam zu sehen sind. Manche der oftmals winzigen Fotografien aus privaten Alben oder Schubladen sind fleckig und zerknickt.

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