Von Irmgard Enzinger

Die bäuerliche Feldarbeit kann nur im Einklang mit der Natur und ihren Jahreszeiten Frucht bringen. Als Orientierungshilfe teilt der chinesische Bauernkalender daher das Jahr in 24 Klimaperioden ein:
Frühlingsbeginn lìchūn 立春, Regenwasser yǔshuǐ 雨水, Erwachen der Insekten jīngzhé 惊蛰, Frühlings-Tag- und Nachtgleiche chūnfēn 春分, Klares Leuchten qīngmíng 清明, Getreide-Regen gǔyǔ 谷雨, Sommerbeginn lìxià 立夏, Kleine Fülle xiǎomǎn 小满, Körner mit Grannen mángzhòng 芒种, Sommersonnenwende xiàzhì 夏至, Kleine Hitze xiǎoshǔ 小暑 , Große Hitze dàshǔ 大暑, Herbstbeginn lìqiū 立秋, Ende der Hitze chǔshǔ 处暑, Weißer Tau báilù 白露, Herbst-Tages- und Nachtgleiche qiūfēn 秋分 , Kalter Tau hán lù 寒露, Raureif fällt shuāngjiàng 霜降, Winterbeginn lìdōng 立冬, Kleiner Schnee xiǎoxuě 小雪, Große Schnee dàxuě 大雪, Wintersonnenwende dōngzhì 冬至, Kleine Kälte xiǎo hán 小寒 und Große Kälte dà hán 大寒.
Jede dieser Klimaperioden umfasst etwa vierzehn Tage, und ihre Datierung richtet sich nach dem Stand der Sonne.

Chen Tuan

Chen Tuan

Auch wir Menschen sind seelisch wie körperlich dem Wandel der Jahreszeiten unterworfen. Daher lehrt die chinesische Medizin, die Lebenskraft Qi 气 dem Jahreskreis entsprechend zu pflegen, indem man die Schlaf- und Essgewohnheiten nach ihnen ausrichtet.

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